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Behandlung von Palmoplantarkeratose

Die Behandlung von Palmoplantarkeratose ist sehr aufwendig. Die effektivste Behandlung zur Entfernung der Verhornung ist die mechanische Abtragung, wobei verschiedene Möglichkeiten ausprobiert werden können: Bimsstein, Hornhauthobel, Messer, am effektivsten ist sicherlich eine elektrische Schleifmaschine. Zu beachten ist, daß nicht das gesamte Horn entfernt wird, da die darunterliegende Haut hochempfindlich ist, und es dann zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung kommt.

Nach der mechanischen Entfernung von Verhornungen sollten rückpflegende Salben verwendet werden, um die Haut vor Einrissen zu schützen und Sie geschmeidiger zu halten. Sinnvoll ist daher die Anwendung von Harnstoffsalben (5-10%), da Harnstoff Horn ablöst und durch Wasserbindung die Haut geschmeidiger hält. Nicht zu empfehlen sind hochkonzentrierte Salizylsäurresalben, da diese zu einer starken Aufweichung der Verhornung, eine Mazeration, mit einem unansehnlichen äußeren Bild führen. Bei auftreten von Rissen empfiehlt sich eine dexpanthenolhaltige Creme (5%). eine Behandlung mit Vitamin-A-säurehaltigen Tabletten (Retinoide = Neo-Tigason) empfehlen wir nicht, da die Hornabschälung zu stark ist und die Haut dadurch schmerzhaft und berührungsempfindlich wird.

Gegen die Zersetzung von Horn durch Bakterien bei Schweißbildung mit auftreten von unangenehmem Geruch besonders an den Füßen empfehlen sich bakterienabtötende (antiseptische) Bäder z.B. mit chinosol oder auch Gerbstoff (Schwarzer Tee).

Da sich erfahrungsgemäß in dem verdickten Horn immer wieder Hautpilze (Dermatohyten) ansiedeln, ist eine regelmäßige äußerliche Behandlung mit Pilzcremes (Antimykotika) notwendig. Hier ist zur Vorbeugung die Behandlung 1-2x wöchentlich wahrscheinlich ausreichend.

 

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